Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine staatliche und gesellschaftliche Aufgabe. Integration betrifft alle Bereiche der Gesellschaft.
Sie vollzieht sich im Gemeindeleben, in der Nachbarschaft, im Verein und am Arbeitsplatz. Das Feld reicht beispielsweise von den Tageseinrichtungen für Kinder über die verschiedenen Schularten bis zu den Hochschulen, betrifft Handwerk, Mittelstand und Industrie, ebenso wie die Kultur und den Sport. Dementsprechend tangiert die Integration zahlreiche Lebensbereiche.
Integration ist ein Thema auf Ebene des Bundes, der Länder und der Kommunen. Eine besondere Bedeutung kommt der Sprachintegration zu, sie ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe.
Gemeinsames Engagement ist hierbei zum Erlernen der Sprachfertigkeit, aber auch zum gegenseitigen kulturellen Verstehen von großer Wichtigkeit.
Förderung setzt da an, wo ein Kind sich sicher fühlt. Es müssen Nischen geschaffen werden, die Kindern ermöglichen sich wesentliche Elemente des Lehrplans unabhängig von der Klassenstufe zu einem individuellen Zeitpunkt ihrer Lernbiographie zu erarbeiten.
Geht man davon aus, dass Lernen an vielen Stellen des Lernprozesses die Unterstützung eines Lehrers braucht, reicht es nicht, Material zusammen zu stellen, mit dem Kinder alleine arbeiten können. Insbesondere Kinder mit erhöhtem Förderbedarf sind auf die Unterstützung, Begleitung und die Rückmeldung einer Lehrperson angewiesen. Viele Methoden, die im Regelunterricht erarbeitet wurden, haben diese Kinder (noch) nicht erlernt und sind häufig weniger als der Rest der Lerngruppe in der Lage, sich allein etwas zu erarbeiten.
In den Kernfächern Deutsch und Mathematik gibt es einzelne Module, die ein Schüler zum erfolgreichen Weiterlernen braucht. Hat ein Kind die Zehner Bündelung weder in Klasse 1 noch 2 verstanden, kommt es häufig in Klasse 3 und 4 zu massiven Problemen im Fach Mathematik. Die weitaus meisten Kinder wenden zu diesem Zeitpunkt das Prinzip wie selbstverständlich an.
Erfahrungsgemäß hat es wenig Erfolg, dann einem Schüler Material anzubieten, das ihm diese mathematischen Grunderfahrungen ermöglicht. Bekommt er aber die Lernchance zusammen mit anderen Kindern diesen Bereich noch einmal handelnd zu bearbeiten, so lösen sich häufig die Lernwiderstände auf, welche in erstaunlich kurzer Zeit vollbracht werden. Das Förderkonzept muss sicher stellen, dass Inhalte aus weit zurückliegenden Unterrichtsabschnitten bearbeitet werden können.
Förderung darf sich nicht nur beschränken auf Aufarbeitung von Defiziten, häufig sind es die begabten Kinder, die im Regelunterricht lustlos mitarbeiten, weil die Inhalte sie nicht herausfordern. Für diese Schüler ist es eine wichtige Erfahrung, dass sie zusammen mit Kindern aus anderen Lerngruppen, die ähnliche Stärken wie sie zeigen, arbeiten können. Es entsteht ein lebendiger Austausch- Motivationsprobleme verringern sich. Ziel dieser Förderstunden ist es unter anderem, nicht den Stoff vorwegzunehmen, sondern die Inhalte zu finden, die im Regelunterricht nicht bearbeitet werden, Schüler mit besonderen Fähigkeiten aber fordern und zu ihrer Weiterentwicklung beitragen.
Das zentrale Prinzip ist die individuelle Förderung eines jeden Kindes.